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Ist der Hund ein Wolf?

Ist der Hund ein Wolf?

Als ich vor kurzem darüber nachdachte, unseren Leonbergern ihr Hundefutter in erhöht positionierten Näpfen mit Hilfe einer Futterbar anzubieten, wurde ich dafür von einer Bekannten milde belächelt und darüber aufgeklärt, dass schließlich ein bekannter Fernsehhundeprofi auf die Tatsache hinwies, dass kein Wolf seine Beute erst auf ein Podest trägt, bevor er sie frisst und es demzufolge auch nicht in der Natur des Hunds liegt, seine Nahrung aus erhöhter Position zu sich zu nehmen. Ebenso abwägig sei es dem Hund ein ein Hundebett für die Bequemlichkeit zu kaufen.

Besagter Hundeprofi erklärte aber auch, dass der Wolf keine pünktlichen Fütterungszeiten kennt, weil er dann frisst, wenn die Jagd erfolgreich war und sich demzufolge „auf Vorrat ernährt“ und es darum auch nicht nötig wäre, den Hund zweimal täglich pünktlich zu füttern. Ich möchte aber behaupten, dass es der Gesundheit unserer Hunde nicht zuträglich wäre, wenn ich unserem Müsli und unserer Bommeline alle drei Tage ein halbes Rind zum Verzehr anbieten würde, denn abgesehen davon, dass Müsli damit vermutlich nicht einmal etwas anfangen könnte, weil er seine Futterkroketten jedem ungebratenen Kalbsschnitzel vorzieht und lieber an Möhren knabbert, als an den Gebeinen toter Tiere, kann ich mich des Gefühls nicht erwehren, dass der Wolf-Hund-Vergleich hinkt.

Natürlich stammt der Hund vom Wolf ab und auch das Exterieur, respektive der Aufbau des Körpers und die Körpersprache sind sich nach wie vor weitestgehend sehr ähnlich, auch wenn natürlich ein Mops weniger an einen Wolf erinnern mag, als beispielsweise ein Husky, der mit dem Wolf auch noch die meisten Grundinstinkte teilt, während die meisten anderen Hunderassen sich auf mehr oder minder vier Grundinstinkte beschränken, welche sie mit ihrem Urahn Wolf noch gemeinsam haben:

  • Sozialer Rudelinstinkt
  • Jagdinstinkt
  • Sexualinstinkt
  • Territorialinstinkt

Weil jedoch die Körperform die Körpersprache beeinflusst, ist diese Ausdrucksform beim Hund durch die züchterischen Veränderungen seines Aussehens, wie Langhaarigkeit, kürzere Ruten, verkürzte Schnauzen, Farbveränderungen und Schlappohren eingeschränkt, denn es entstehen hierdurch mimische Defizite. Statt dessen orientierte sich der domestizierte Haushund immer mehr am Menschen, der sich vor allem durch akustische Kommunikation verständigt. Dazu kommt, dass es beim Hund – im Gegensatz zum Wolf, keine natürliche Selektion gibt, was bedeutet, dass die Evolutionsregel vom „Survival of the fittest“, nach der sich bei Wildtieren nur der stärkste und gesündeste Artenvertreter fortpflanzt und vererbt, nicht mehr eingehalten wird.

Der Magen-Darmtrakt eines Wolfes mag also durchaus in der Lage sein, auf ein unregelmäßiges Futterangebot ohne Verdauungsprobleme zu reagieren, weil sein Organismus sich über die Jahrhunderte so entwickelte, dass es sich den – in seinem natürlichen Lebensraum vorgegebenen – Möglichkeiten zur Ernährung anpasste und sich nur die Tiere weitervererbten, die unter diesen Umständen zu überleben in der Lage waren. Bei den Haushunden, die sich jedoch teils durch gezielte Zucht und Selektion nach bestimmten rassetypischen Merkmalen und auch teils ungeplant vermehrten, fällt jedoch dieses natürliche Ausleseverfahren praktisch weg. Dass sich also auch Hunde vermehren und damit ihre genetischen Probleme weitervererben können, welche – wenn sie als Wolf geboren worden wären – vermutlich keine hohe Lebenserwartung gehabt hätten und als rangniedrige Tiere keine Nachkommen hätten zeugen dürfen, unterscheidet den Hund vom Wolf.

Ein Wolf mit gesundheitlichen Einschränkungen ist nicht in der Lage zu überleben und wird sich auch nicht weitervererben, womit auch die Population gesund gehalten wird – ein Hund mit gesundheitlichen Einschränkungen erhält eine spezielle Diätnahrung oder Medikamente, mit denen er kaum oder gar nicht mehr von den gesundheitlichen Mankos in seinen Körperfunktionen eingeschränkt wird und damit kann er nicht nur alt werden, sondern sich auch fortpflanzen und seine Anlagen zu gesundheitlichen, aber auch zu charakterlichen Mängeln weitervererben.

Mir geht es an dieser Stelle gar nicht darum, nun den VDH oder die Züchter an den Pranger zu stellen, welche mit ihrer Zucht nach einem Zuchtziel-Ideal streben, bei dem oft die Ausprägung der Rassemerkmale höher bewertet wird, als die Zuchttauglichkeit im Bezug auf gesundheitliche Risiken oder die Langlebigkeit. Gewiss ist das HD oder ED-Röntgen inzwischen bei vielen Rassehundeverbänden zur Pflicht geworden und auch rassetypische Krankheiten, wie beim Leonberger das LPN1-Problem (vererbte Polyneuropathie beim Leonberger) finden in den Zuchtgedanken immer mehr Berücksichtigung. So gibt es inzwischen einen Gentest für die vererbte Polyneuropathie beim Leonberger, um der Verbreitung dieser neurologischen Erkrankung vorzubeugen, bei welcher betroffene Hunde unter zunehmender Belastungsintoleranz leiden und typische Auffälligkeiten im Gang entwickeln, von welchen besonders die Hintergliedmassen betroffen sind. Die Polyneuropathie beim Leonberger kann darüber hinaus einhergehen mit Atemproblemen, sowie verändertem Bellen und kann so weit fortschreiten, dass der Hund nicht mehr selbständig stehen kann. Trotzdem ist ein LPN1-negativer Gentest keine Voraussetzung, um einen Hund in der Zucht einzusetzen und es bleibt nach wie vor der Verantwortung des einzelnen Züchters überlassen, ob er mit einem solchen Hund züchtet.

Doch wie bereits erwähnt, geht es mir an dieser Stelle nicht um dieses sicherlich sehr brisante Thema, sondern darum, dass wir als Mensch den Hund von seinem Urahn Wolf „wegformten“ und für mich darum der Vergleich hinkt, dass ein Wolf keinen erhöhten Fressplatz und keine regelmäßigen Mahlzeiten braucht und folglich der Hund, der ja vom Wolf abstammt, diese Bedürfnisse auch nicht haben kann. Schließlich bekommt der wildlebende Wolf auch keine Medikamente oder tierärztliche Behandlungen, um gesund zu bleiben, denn wenn er sich verletzt, dann muss die Wunde entweder von selbst heilen oder sie ist so schwer, dass das Tier daran stirbt … wer aber würde seinen verletzten Hund sich selbst überlassen, nur weil er vom Wolf abstammt, dessen Wunde vielleicht auch ohne die Hilfe eines Veterinärs wieder heilen kann?

Nur weil der Wolf bestimmte Möglichkeiten, die sein Wohlbefinden erhöhen könnten, nicht in seinem natürlichen Lebensraum findet, bedeutet es nicht, dass er nicht davon profitieren könnte und nur weil der Hund vom Wolf abstammt, muss das nicht heißen, dass man als Mensch und Hundebesitzer diese Erkenntnisse und Entwicklungen ignoriert, die dem Wohlbefinden des Hundes zuträglich sein können. Schließlich fühlen wir uns gerade im Winter in warmer Kleidung auch wohler, respektive würden rasch krank werden, wenn wir und bei Minustemperaturen fast unbekleidet draußen aufhalten und ziehen es vor, in einem Haus zu wohnen, statt uns in einer Höhle vor Sonne, Sturm, Regen oder Schnee zu verkriechen, obwohl unsere Vorfahren, die Neandertaler, unter diesen Lebensbedingungen durchaus existieren konnten. Aber wir haben uns über die Jahrtausende der Evolutionsgeschichte weiterentwickelt und uns der Zivilisation und ihren Annehmlichkeit angepasst und genauso wurden auch die Hunde über Jahrhunderte von ihrem „Ursprung Wolf“ weggezüchtet und damit auch anfälliger für Krankheiten. Natürlich trägt der domestizierte Haushund trotzdem noch zumindest die bereits erwähnten vier der eigentlich 16 Grundinstinkte des Wolfes mehr oder minder tief in sich drin, aber mit dem in freier Natur wild lebenden Wolf unser domestizierter Haushund etwa gleich viel gemeinsam wie wir mit den Naturvölkern in den Regenwäldern Südamerikas oder in den Wüsten Zentralafrikas! Viele Gene mögen noch die gleichen sein. Aber durch die Sozialisierung in unserer Gesellschaft wurde der Hund unseren Bedürfnissen entsprechend züchterisch geformt, so dass er kein Wolf mehr ist! Insofern haben sich auch seine Bedürfnisse an die Möglichkeiten angepasst, die wir ihm bieten, denn dem Hund fehlen nicht nur die meisten Grundinstinkte des Wolfes, sondern auch dessen Robustheit und dessen gute gesundheitliche Basis, durch die es auch überflüssig wäre, den Wolf in seiner Gesunderhaltung nicht durch Spezialnahrung zu unterstützen, weil er kein Diätfutter braucht, um nicht krank zu werden … aber mancher Hund braucht es, auch wenn er ursprünglich vom Wolf abstammt.

Allein die Tatsache, dass Wölfe lediglich jahreszeitlichen Temperaturunterschieden ausgesetzt sind, die sich so langsam vollziehen, dass sich die Tiere ihnen durch einen Fellwechsel anpassen können, während Hunde im Winter mehrmals täglich starken Temperaturschwankungen ausgesetzt werden, wenn sie in der beheizten Wohnung leben und beim „Gassi gehen“ mit Minustemperaturen konfrontiert werden, sollte deutlich machen, dass es nicht nur „lächerlich“ ist, wenn immunschwächeren oder extrem kurzhaarigen Hunden ein „Mäntelchen“ angezogen wird, sondern dass eine solche prophylaktische Maßnahme einen solchen Hund vor einer Erkältung schützen kann.

Nicht zu vergessen ist auch die Umweltbelastung, durch welche die Allergieneigung der Hunde stetig ansteigt – nun quasi zu sagen: „Der Hund stammt vom Wolf ab und Wölfe bekommen auch kein hochwertiges getreidefreies Hundefutter, also muss auch mein Hund das abkönnen, normal weitergefüttert zu werden!“, wäre meiner Meinung nach unverantwortlich dem Hund gegenüber, denn schließlich verpflichten wir uns doch damit, dass wir einen Hund zu uns nehmen auch dazu, alles zu tun, was in unserer Möglichkeit steht, damit sein Wohlbefinden gesichert ist.

Gewiss ist es nicht zu begrüßen, wenn man den Hund zum Luxusgeschöpf hochstilisiert, das weit weg von einer artgerechten Hundehaltung „krankverwöhnt“ wird. Doch mir geht es nicht darum, dafür zu werben, den Hund in Kostüme zu stecken oder ihm gar die Haare zu färben, denn es gibt für mich einen Unterschied zwischen den Möglichkeiten, dem Hund wirklich etwas Gutes zu tun, das seinem Wohlbefinden dient und fasch verstandener Tierliebe, die in maßloser Übertreibung gipfelt, mit der Hunde unter dem Verwöhnen durch ihre Besitzer leiden müssen.

Bei allem, was man für den Hund tut, sollte immer im Vordergrund stehen, dass es zu seinem Wohl geschieht und nicht nur die Eitelkeit des Menschen befriedigt, der sich mit diesem Hund schmückt, denn der Hund sollte noch Hund sein dürfen … oder wie es Robert Lembke formulierte: „Der Hund möchte keine Flöhe haben, aber das Recht zugesprochen bekommen, welche zu kriegen zu dürfen“.

Fazit

Mein Fazit ist also, dass die Bedürfnisse des domestizierten Haushundes mit denen des Wolfes nicht mehr vergleichbar sind, denn der Wolf ist für sein Wohlbefinden selbst verantwortlich, aber für unseren Hund tragen wir die Verantwortung dafür, dass es ihm gut geht und was immer sein Wohlbefinden unterstützt und dem Hund nicht schadet, sollte möglichst nicht versäumt werden.

Bildnachweis: Laures / Bigstock.com

Wenn Hund und Katze zusammenleben

Wenn Hund und Katze zusammenleben

Als wir vor drei Jahren unseren Leonbergerrüden „Müsli“ zu uns nahmen, war er schon fast 3 Jahre alt und kannte noch keine Katzen. Insofern war mir schon etwas mulmig zumute, als Müsli uns mit seinen Züchtern besuchte, denn zuvor hatten wir die Vereinbarung mit ihnen getroffen, dass nicht wir den Hund abholen, sondern sie ihn zu uns begleiten und falls es mit den Katzen und unserer Schäferhündin gar nicht klappen sollte, sie ihn auch wieder mitnehmen.

Nun habe ich ja den Ausgang der Geschichte schon vorweg genommen, denn wäre Müsli nicht so ein freundlicher Hundejunge, der zu den Katzen höflich und zurückhaltend war und sich Anka devot unterwarf, wäre er ja nicht bei uns geblieben und ich könnte jetzt nicht von ihm und seinem Verhältnis zu unseren Katzen erzählen. Doch auch wenn es keine Integrationsprobleme gab, ist es nicht selbstverständlich, dass Hunde und Katzen sich auf Anhieb gut verstehen – im Gegenteil, die Redewendung „die sind wie Hund und Katz“, wenn zwei sich gar nicht vertragen, findet ihren Ursprung in der Fehde von Hunden und Katzen, die auf der einen Seite schon blutige Hundenasen forderte und auf der anderen leider auch schon das eine oder andere Katzenleben. Aus diesem Grund wird auch vielfach behauptet, dass Hunde und Katzen nur gute Freunde werden können, wenn sie miteinander aufwachsen.

Doch warum sind Hunde und Katzen nicht immer die besten Freunde?

Dass sich Hund und Katze nicht verstehen, ist in dem Fall wirklich wörtlich zu nehmen, denn tatsächlich sprechen beide nicht die gleiche Sprache und haben darum ein echtes Verständigungsproblem, das damit beginnt, dass der Hund, der sich freut, mit der Rute wedelt. Diese freundliche Begrüßung missversteht jedoch die Katze, die noch keine Erfahrung mit Hunden hat, denn in ihrer Katzensprache bedeutet ein sich hin und her bewegender Schwanz eine aggressive Drohung, die direkt vor dem Angriff steht. Auch das spielerische Heben der Hundepfote übersetzt die Katze als Schlag nach der Beute und wenn sie dann noch flieht, ist die Hatz eröffnet – für die Katze ist es die Flucht vor dem Feind und eine lebensrettende Maßnahme – für den Hund ist es ein großer Spaß, bei dem man aber trotzdem nicht unbedingt immer sicher sein kann, dass „der nur spielen will“, denn vor allem Jagdhunde haben einen sehr ausgeprägten Hetztrieb und wird ihr Jagdinstinkt durch die flüchtende Katze geweckt, möchte man der Samtpfote nur noch wünschen, dass sie es rechtzeitig schafft, in die sichere Höhe eines Baumwipfels klettern zu können, wo der Hund sie nicht weiter verfolgen kann.

Sicher könnte sich eine Katze mit ihren scharfen Krallen auch wehren, denn wenn die empfindliche Hundenase oder gar die Augen zum Zielobjekt der Katzenpfoten werden, kann das für den Hund mit ernsthaften Verletzungen verbunden sein, aber in der Regel verhalten sich Katzen eher abwartend, versuchen den Hund mit Fauchen und einem „Katzenbuckel“, sowie gesträubten Fell und Schwanz zu beeindrucken, während der Hund wie vom Bogen geschossen auf die Katze zurennt, sie vielleicht sogar überrennt und damit die Fluchtdistanz bereits schlagartig unterschritten wird, innerhalb der die Katze eine Chance gehabt hätte, wegzulaufen. Der Katze bleibt nur noch der Angriff. Dabei kommt der Katze die kürzere Reaktionszeit zu Gute, mit der sie bereits zur Attacke bläst, bevor der Hund seinen Angriff überhaupt entwickeln konnte. Eine einmal siegreiche Katze kann durchaus ein ernstzunehmender Gegner für einen kleineren Hund werden. Leider wird aber auch ein einmal von einer Katze attackierter Hund seine Feindseligkeit nur schwer wieder ablegen und so kann es auch nur zu einem Missverständnis führen, wenn ein besonders vertrauensseliges Kätzchen ihren Kopf schnurrend am Hundefell reibt, um den ersten Schritt für eine Freundschaft zu legen, während der Hund das Geräusch, dass die Katze von sich gibt, keinesfalls als Zeichen von deren Wohlbefinden deutet, sondern in ihm eher ein Knurren erkennt, was in der Hundesprache ein Signal deutlicher Warnung und Drohung ist.

Insofern war es natürlich ein Risiko, einen erwachsenen, mit Katzen bislang nicht vertrauten Hund zu uns zu holen, aber zumindest konnten wir sicher sein, dass wenigstens die Katzen die Hundesprache verstehen, denn unsere neun Samtpfoten sind bei uns geboren worden und darum auch mit Hundegesellschaft aufgewachsen. Wobei genau das auch eine hohe Gefahr für das Leben und die Unversehrtheit der Katzen bergen kann, denn die vertrauensvolle Katze, die im Hund keinen Feind, sondern einen Freund sieht, unterscheidet in der Regel nicht zwischen Hunden, welche Katzen als Freunde sehen und Hunden, die Katzen „zum Fressen gern haben“. Diese leidvolle Erfahrung mussten wir und zwei unserer damals vier Monate alten Kitten machen, denn der Dackel einer Bekannten, die uns besuchte, biss beide Kätzchen, die freundlich auf den Hund zugingen, in Sekundenschnelle tot … bis wir begriffen hatten, was geschieht, konnten wir den Katzen schon nicht mehr helfen.

Auf weitere dieser traurigen Erlebnisse wollten wir also unbedingt verzichten und hatten darum auch den Vorschlag von Müslis Züchter erleichtert angenommen, denn wer gibt schon gerne einen Hund zurück, wenn er eigentlich schon zum Teil der Familie geworden war? Hätte ich mich aber von Müsli nach seinem Besuch bei uns verabschieden müssen, weil er den Katzen nicht wohlgesonnen gewesen wäre, dann wäre er als Gast gekommen und als Gast wieder gegangen … natürlich wären wir trotzdem traurig gewesen, denn wir hatten Müsli ja drei Tage zuvor in seinem Zuhause besucht und uns dort in ihn verliebt, aber wohler war uns allen wohl bei dem Gedanken, dass wenn es nicht klappt, ihn bei uns zu integrieren, uns eine Trennung erspart bleibt und dem Hund ein kurzes Intermezzo bei uns, das den Abschiedsschmerz, mit dem er dafür konfrontiert worden wäre, nicht gerechtfertigt hätte.

Das besonders Positive war aber, dass Müsli bislang auch nie schlechte Erfahrungen mit Katzen sammeln musste und die Katzen auch recht unbedarft auf Hunde zugehen, weil sie ja nichts Böses von ihnen erwarten. So staunte er zwar, als die Samtpfoten ihn „umzingelten“, aber er benahm sich wie sich ein honetter Gast seinen Gastgebern gegenüber benimmt, denn er nahm das Katzenvolk zur Kenntnis, aber fand Anka, unsere Schäferhündin doch erst einmal interessanter und auch wenn die sich nicht sehr gastfreundlich ihm gegenüber benahm, trug er es mit der stoischen Gelassenheit, die ihm eigen ist, was bedeutet: Er unterwarf sich ihr und akzeptierte sie als Chefin. Damit war klar: Er darf bleiben!

Inzwischen wissen wir auch, dass Müsli trotz seiner Größe und Masse im Umgang mit den Katzen sehr achtsam und gleichzeitig auch respektvoll ist. Die Katzen lieben ihn dafür auch und suchen seine Nähe … obwohl einem schon Angst werden könnte, wenn man zuschaut, wie er mit ihnen kuschelt. Natürlich ist es besonders wichtig, dass sowohl die Hunde, als auch die Katzen gesund gehalten werden, denn nicht nur Parasiten wie Flöhe und Bandwürmer fühlen sich bei beiden Arten von Wirtstieren wohl, auch Krankheiten, wie durch Salmonellen ausgelöste Durchfälle oder Dermatosen können von der Katze auf den Hund oder vom Hund auf die Katze übertragen werden.

Welchen Rat kann man geben, wenn man bereits einen Hund hat und zusätzlich eine Katze aufnehmen möchte?

Nun bleibt die Frage zu beantworten, welchen Rat man jemandem geben kann, der bereits einen Hund hat und auch einer Katze ein Zuhause geben möchte. Grundsätzlich würde ich bei einem Hund, der Katzen mit Aggression begegnet oder schon schlechte Erfahrungen machte, wohl keine Experimente machen, die zum Schaden der Katze werden könnten. Andererseits ist es oft zu beobachten, dass Hunde der „eigenen Katze“ ganz anders begegnen, als fremden Katzen, die er außerhalb des eigenen Grundstücks trifft. Trotzdem muss natürlich der Einzug der Katze gut überlegt sein, denn für ein Tier ist es auch immer ein schmerzlicher Abschied, wenn es aufgrund unüberwindbarer Differenzen mit bereits vorhandenen Haustieren wieder abgegeben werden muss.

Mit Anka holten wir uns im Jahr 2005 schon einmal eine bereits vierjährige Hündin, von deren Vorleben wir so gut wie nichts wussten, in die Familie und fürchteten in den ersten Tagen, dass wir sie nicht behalten können, weil sie die Katzen auf die Bäume jagte, wann immer sie ihr begegneten. Mein Mann riet mir schon, das Katzenfutter in die Äste zu hängen, weil die Samtpfoten vermutlich nicht mehr aus den Baumwipfeln kämen, solange dieser Hund bei uns wohnt, aber Anka war keinesfalls aggressiv den Katzen gegenüber … vielmehr hatte ich das Gefühl, dass sie die Katzen „aufräumt“, wie das eben die Aufgabe eines Schäferhundes ist – nämlich dafür zu sorgen, dass keiner verloren geht, sondern jeder seinen Platz einnimmt und dort bleibt. Anka wurde trotzdem zuerst einmal an der Leine vor die Tür gelassen und bald hörte sie auch auf, hinter den Katzen herzurennen. Sie zu „hüten“ gab sie zwar nie ganz auf, denn sie trug oft die Kitten wieder ins Haus, wenn die sich gerade draußen aufhielten, aber sie ließ die Samtpfoten sogar aus ihrem Futternapf fressen … wobei sie sich revanchierte und sich auch am Katzenfutter bediente.

Am leichtesten ist es natürlich, wenn beide Tiere noch jung sind und bislang keine schlechte Erfahrungen mit der anderen Art machten. Unsere Leonbergerhündin Bommeline zog im Alter von zehn Wochen bei uns ein und noch heute regieren die Katzen über sie, denn sie verschafften sich gegenüber dem frechen Welpen gleich einmal Respekt, als die Hündin noch klein genug war, um sich von einer fauchenden und kratzenden Katze beeindrucken zu lassen.

Selbst als die Bommeline fünf Monate alt war und den Samtpfoten eigentlich an Masse und Größe deutlich überlegen, begegnete sie ihnen noch mit großem Respekt. Schließlich hat auch der kleinste Stubentiger schon scharfe Krallen, aber von hinten schienen ihr die Katzen doch nicht ganz so suspekt zu sei. Seit die Bommeline aber die Körpersprache der Katzen versteht und feststellte, dass die Unterschiede keinesfalls unüberwindbar sind, pflegt auch sie ein freundschaftliches Verhältnis zu den Samtpfoten.

Den größten Unterschied zwischen Hund und Katze formulierte aber der Schriftsteller Kurt Tucholsky, als er feststellte:

Hunde haben Herrchen, Katzen haben Personal.

Bildnachweis: jackryan89 / Bigstock.com

Hunde als Weihnachtsgeschenk?

Hunde als Weihnachtsgeschenk?

Auch wenn das Thema schon recht ausgetreten wirkt, möchte ich es doch gerade darum wieder aufgreifen, weil jedes Jahr aufs Neue aktuell wird … dann nämlich, wenn Tiere unterm Tannenbaum landen.

„Was ist so schlimm daran“, mag sich so manche einer denken, „einen Hund zu verschenken?“ Grundsätzlich ist das nicht verwerflich, wenn man kein Tier als Überraschung an jemanden zu verschenken plant, der vielleicht gar kein Haustier möchte. Ähnlich schwierig kann es werden, wenn Eltern ihren Kindern den sehnlichen Wunsch nach einem Haustier erfüllen wollen und dabei nicht bedenken, dass es sich nicht um ein Spielzeug handelt, das keine Ansprüche stellt, sondern um ein Lebewesen, für das man für die Dauer seines Lebens die Verantwortung übernimmt und ihr – unabhängig von eigenen Befindlichkeiten – gerecht werden muss.

Grundsätzlich bleibt aber die Frage zu beantworten, ob es nicht grundsätzlich einen besseren Zeitpunkt geben könnte, um einem Hund oder einem anderen Haustier ein neues Zuhause zu geben, als ein Fest, an dem eigentlich kaum jemand Zeit hat, sich mit dem Tier zu beschäftigen. Aus der Sicht eines Welpen betrachtet, wird er aus dem Verband seiner Mutter und seiner Geschwister gerissen, die ihm Sicherheit gaben und wird darüber hinaus vielleicht noch mit einer albernen Schleife versehen, die reizvoll genug ist, die Milchzähne daran auszuprobieren, unter einen Baum gesetzt, unter dem man aber kein Pipi machen darf, obwohl bislang beim Züchter erlaubt war, unter Bäume zu pieschern. Meist ist Weihnachten das Fest der Familie, die sich zusammenfindet und so sind nicht nur die Zweibeiner vor Ort, die zum neuen Rudel des jungen Hundes werden sollen, sondern auch Menschen, die dem Welpen genauso fremd sind, aber die nach ihm greifen, ihn aufheben und herumreichen oder ihn gar noch mit fettem Gänsebraten füttern, obwohl er bis auf sein Welpenfutter noch keine andere Nahrung kennen lernte, respektive man ihm Weihnachtsgebäck anbietet, das Zucker enthält und Rosinen, was beides für einen Hund höchst ungesund ist.

Alles in allem ist das nicht die Atmosphäre und es sind auch nicht die Umstände, die es dem Hund leicht machen, sich nicht fremd und unsicher oder gar unwohl zu fühlen, wenn er sich an den Lebkuchen den Magen verdorben hat. Leider ist auch der erste Feiertag oft der Tag, an dem man mit der Familie Essen geht … wohin dann mit dem Hund? Einen „undichten Welpen in einer Wohnung alleine lassen, wo ihm so viele Möglichkeiten geboten werden, sich auf eine Art und Weise die Langeweile zu vertreiben, die nicht im Sinn seiner Menschen sein wird, ist nicht empfehlenswert. Sinnvoll ist es vielmehr, den Welpen zu sich zu nehmen, wenn man sich mindestens eine Woche ungestört Zeit nehmen kann, in der man zuhause ist.

Es spricht auch nichts dagegen, den Hund auch mal einen kurzen Augenblick allein zu lassen, denn der kleine Hund soll ja auch lernen, dass die Menschen ihn nicht für immer verlassen, wenn sie die Tür hinter sich schließen, sondern stets wieder zu ihm zurückkommen und es darum auch keinen Grund zum Weltschmerz oder zur Verzweiflung gibt. Allerdings sollte man den Welpen, der nun gerade seine Familie verlassen musste, nicht gleich mir vollkommener und länger andauernden Einsamkeit konfrontieren. Wenige Minuten, die man vielleicht sogar vor der Tür verbringt um zu lauschen, ob das Hundebaby winselt, genügen für den Anfang … wobei sogar davon auszugehen ist, dass der Welpe diesen Augenblick sogar verschlafen wird, denn außer dass acht bis 10 Wochen alte Hunde sich den rosaroten und unbehaarten Kinderbauch voll schlagen, um dann das Endprodukt der Verstoffwechselung der Nahrung wieder loszuwerden, ist ihre Aktivität noch recht gering und das ist auch richtig und wichtig so, denn der Bewegungsapparat des noch sehr jungen Hundes befindet sich in der Phase des größten Wachstums. Das bedeutet, dass das Hundebaby sich beim Spiel rasch überanstrengt, wenn man ihn ständig motiviert, was dann in der Folge zu Gelenksentzündungen führen kann, welche sich in Lahmheiten äußern. Man kann sich also gut vorstellen, dass wenn die Kinder mit ihrem Weihnachtsgeschenk spielen wollen, sie den Hund rasch überfordern und die ersten Tierarztkosten dann bereits nach den Feiertagen anfallen können.

Ein Gedanke, den ich persönlich als überhaupt den Wichtigsten empfinde – wobei das meine subjektive Meinung ist – ist der, dass der Hund zum Menschen passen soll, an dessen Seite er von nun an ein ganzes Hundeleben verbringen wird – da sollte die Chemie stimmen. Würde man mir einen Hund schenken, wäre das vielleicht gut gemeint, weil ich Hunde liebe und mir ein Leben ohne mindestens eines dieser Fellherzen an meiner Seite zu wissen, gar nicht vorstellen möchte, aber meine Hunde sollen die Chance haben mich zu finden, sich mich auszusuchen … nicht umsonst gibt es Leute die behaupten, dass sich Hund und Mensch, je länger sie zusammen sind, sich immer ähnlicher werden. Tatsächlich finde ich, wenn ich Menschen und ihre Hunde beobachte, dass es ein bestimmter Typus Mensch ist, der sich für einen Schäferhund entscheidet und dieser Mensch würde vielleicht mit einem Leonberger kreuzunglücklich, weil man „zur Gelassenheit (gut, manche nennen es auch Sturheit) des Leonbergers hinreifen muss“. Wer nicht nachsichtig lächeln kann, wenn der Hund die dritte Aufforderung herzukommen ignoriert, und den Befehl eher als Einladung versteht, auf die er bei Gelegenheit gerne zurückkommen wird, der sollte sich besser für den Schäferhund entscheiden. Wobei ich zugebe, dass ich viele Jahre lang nur Schäferhunde hatte und ich, als der erste „Leo“ einzog, sehr froh war, dass zumindest ein Hund gehorchte und nicht in die Richtung lief, in der ich nicht wartete.

Ich möchte aber nun wirklich weder für den Leonberger, noch für den Schäferhund Werbung machen, obwohl ich dabei kein schlechtes Gewissen hätte – aber beide Rassen sollen nur deshalb als Beispiel dienen, weil ich über sie aus meinem Fundus an Erfahrungen mit ihnen schöpfen darf und sie sollen verdeutlichen, dass nicht jeder sich über einen Collie freut, nur weil er als Kind so gerne „Lassie“ sah, denn spätestens bei der Fellpflege könnte das Bild vom perfekten Hund erste Risse bekommen.

… und was passiert dann? Leider sind es meist die Überraschungsgeschenke, die mit dem Beschenkten nicht abgesprochen wurden oder die Weihnachtsgeschenke, deren Niedlichkeit rasch verblasst, aber deren Ansprüche prozentual zur Abnahme der Niedlichkeit wachsen, die man im Sommer in den Tierheimen findet, weil man mit einem Hund nicht auf den Bahamas Urlaub machen kann und der Hund dann eben vorher „weg muss“. Wer sich das aber erst im Juni überlegt, der denkt sieben Monate zu spät darüber nach, denn ein Tier ist kein Weihnachtsgeschenk, das man umtauschen oder zurückgeben kann. Ein Tier hat eine verletzliche Seele und ein Herz, das so zerbrechlich ist, dass es lange braucht, um wieder zu heilen, wenn es erst einmal gebrochen wurde.

Weihnachten ist das Fest der Liebe … und das sollte für alle Geschöpfe gelten, auch für die, welche nicht entscheiden können, ob sie zum Weihnachtsgeschenk mit Rückgabeoption werden oder ob sie zu Menschen kommen dürfen, die sich vorher Gedanken machen, dass aus dem niedlichen Welpen vielleicht eines Tages ein Hund mit 70 Kilo und 80 Zentimetern Schulterhöhe werden kann und dass der jeden Monat Geld kosten wird, mehrmals am Tag ausgeführt werden muss und – gerade wenn es draußen taut und matscht, nicht mehr mit weißen Designermöbeln und chinesischen Seidenteppichen kompatibel ist.

Nicht zuletzt kann niemand garantieren, dass er seinen Hund dessen ganzes Leben lang begleiten können wird, denn manchmal gibt es Gründe, die eine Trennung unabdingbar machen, aber nur von Weihnachten bis Neujahr zu planen und zu denken, um das spannendste Geschenk unter den Christbaum legen zu können, ist grausam dem Tier gegenüber, denn für uns ist es nur eine kurze Zeit unseres Lebens, die wir unseren Fellherzen schenken, wenn wir die Verantwortung für 12, vielleicht 15 Jahre oder sogar noch ein bisschen länger für sie übernehmen, bis ihre Zeit erreicht ist – für den Hund ist es alles, was er hat … es ist sein ganzes Leben, das er seinem Menschen schenkt.

Bildquelle: Nyul / Bigstock.com

Hund aus dem Tierheim

Hund aus dem Tierheim

Im Jahr 1990 zog ich mit meinem damaligen Freund und heutigen Ehemann in unsere erste gemeinsame Wohnung und für uns war auch sofort klar, dass wir einen Hund zu uns nehmen würden, denn wir waren ja beide mit Hunden aufgewachsen.

Wir waren uns auch sicher: Es soll auf jeden Fall ein Welpe sein, aber der Entscheid ob Rassehund oder Mischling führte zu weitreichenden Diskussionen. Mir schwebte natürlich schon damals ein Leonberger vor, aber in unserer Maisonettewohnung einen solch großen Hund zu halten, der dann mehrmals täglich so viele Treppen hätte steigen müssen, wäre auch nicht in meinem Sinn gewesen und so überzeugte mich mein Mann vor allem mit dem Argument, dass Rassehunde doch meist überzüchtet und damit krankheitsanfälliger sind als Mischlinge, von seinem Standpunkt, einem Rassemix den Vorzug zu geben. Damals gab es bei uns noch kein Internet und so kauften wir uns Zeitschriften und Zeitungen, in denen Welpen angeboten wurden, doch zu unserem Leidwesen gab es keine Angebote, die dem Profil unseres zukünftigen Familienmitgliedes entsprachen oder in erreichbarer Entfernung offeriert wurden, denn 300 Kilometer zu fahren, um einen Welpen auszusuchen und dann noch mal 300 Kilometer mit einem Hundebaby zurücklegen zu müssen, wenn wir es abholen, kam nicht in Frage und wir wollten auch einen „richtigen Hund“ haben, bei dem man sich nicht allzu tief bücken muss, um die Leine ins Halsband einzuhaken. Dazu kam, dass Micha sich als Kind einen Collie gewünscht hatte, und darum am liebsten einen langhaarigen „wuscheligen“ Hund wollte. (mehr …)

Hilfe, mein Kater markiert! Was kann ich tun?

Hilfe, mein Kater markiert! Was kann ich tun?

Wenn ihr auch einen Kater besitzt, kennt ihr sicherlich das Problem, wenn er beginnt für euch ohne unersichtlichen Grund in der Wohnung diverse Stellen zu markieren. Und zumeist kommt dies nicht nur lediglich einmal vor. Sondern immer mal wieder.

Hierfür kann es unterschiedliche Gründe geben.

Daher gibt es auch nicht DIE Lösung für das Problem. Dennoch kann einiges getan werden, um das Markieren zu reduzieren und im Bestfall sogar ganz zu verhindern.

Was kann getan werden, wenn der Kater markiert?

Zunächst sollte gesagt werden, dass körperliche Züchtigung niemals vorkommen sollte.

Eine Katze zu schlagen ist keine Lösung und führt sicherlich nicht zu einer Verbesserung der Situation. Im Gegenteil, wenn der Kater Angst hat und sich unterdrückt fühlt, kann es vorkommen, dass das Markieren sogar noch zunimmt!

Eine bessere Möglichkeit ist es zum Beispiel, die Markierstellen ganz einfach in Futterstellen umzuwandeln. Stellt hierfür einfach einen Napf mit etwas Trockenfutter an den diversen Stellen in der Wohnung auf.

Dann werden diese sozusagen psychologisch umbesetzt und der Kater wird sicherlich nicht dahin urinieren, wo sein Futter steht.

Eine weitere mögliche Maßnahme ist es, ein spezielles Spray zu verwenden, welches mit Pheromonen versetzt ist. Mit diesem sprüht ihr die unterschiedlichen Stellen in der Wohnung ein. Im Idealfall wird der Kater die markierten Stellen nun meiden und sie nicht mehr markieren.

Grundsätzlich solltet ihr, wenn ihr ihn beim Markieren erwischt, die Stelle anschließend sofort reinigen. Denn nur wenn der Geruch vollständig entfernt wurde, wird er die Stelle nicht so bald wieder markieren.

Denn wenn er seinen eigenen Urin noch riechen kann, wird er logischerweise auch schneller wieder an die Stelle erinnert.

Beim Tierarzt könnt ihr auch diverse Medikamente erwerben, die das Markieren verhindern. Dieser Schritt sollte jedoch nur vorgenommen werden, wenn alle anderen Maßnahmen nicht greifen.

Rückzugsorte schaffen

Ein Kater benötigt unbedingt Orte, an denen er sich entspannen kann und nicht gestört wird. Denn oft ist auch Stress ein Grund für das Markieren diverser Stellen im Haus oder in der Wohnung. Katzen schlafen einen großen Teil des Tages und daher solltet ihr eurem Kater auch einige Orte der Ruhe ermöglichen.

Ein Kater zeigt deutlich, wann er Kontakt zum Menschen sucht und eben auch, wann er lieber seine Ruhe will. Das sollte der Mensch akzeptieren und dem Kater seine Ruhephasen gönnen.

Wenn euer Kater markiert, findet ihr auch hier viele weitere wertvolle Tipps, wo ihr auch Fragen stellen könnt und Hilfe bekommt. Diese Seite habe ich speziell zu diesem Thema eingerichtet, da es mich selbst betroffen hat.

Das richtige Katzenfutter verwenden

Auch ein hochwertiges Katzenfutter kann einen positiven Einfluss auf den Kater haben. Wenn sich der Kater wohlfühlt, dann ist das Risiko geringer, dass er markiert. Insofern ist es ratsam ein Katzenfutter zu nutzen, welches einen hohen Fleischanteil hat!

So wird der Kater verwöhnt und fühlt sich wohler und es ist unwahrscheinlicher, dass er aus Frust in der Wohnung markiert.

Bildnachweis: PHOTOCREO Michal Bednarek / Bigstock.com