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Die richtige Hundekrankenversicherung finden

Die richtige Hundekrankenversicherung finden

Der beste Freund des Menschen, der Hund, ist längst nicht mehr nur ein Haustier. Viele Hundebesitzer sehen den geliebten Vierbeiner längst als ein wichtiges Mitglied der Familie an. Natürlich soll auch das Tier eine umfassende gesundheitliche Betreuung erhalten. Doch Tierarztkosten können ganz schnell in großen Summen enden. Ganz gleich ob jährlicher Check up, eine Behandlung nach einem Unfall oder eine chronische Erkrankung, die Kosten für die medizinische Versorgung eines Hundes kann da schon mal in die Tausende Euros gehen.
Um den Hundebesitzer vor dem finanziellen Risiko zu schützen, bietet sich der Abschluss einer Krankenversicherung für den Hund an. Viele Versicherungen bieten diesen Service nun für Tierhalter an. Schon für einen monatlichen Beitrag ab etwa 20 Euro kann man auch ältere Hunde oder Vierbeiner mit Vorerkrankungen versichern.

Der Besuch beim Tierarzt ist immer mit hohen Kosten verbunden. Besonders ältere Hunde sind anfälliger für Erkrankungen und benötigen oft eine längerfristige Behandlung. Um diese Kosten zu decken, lohnt sich der Abschluss einer Hundekrankenversicherung. Damit ihr geliebtes Tier im Krankheitsfall die bestmögliche Betreuung bekommen kann und Sie als Halter nicht den finanziellen Ruin fürchten müssen, sollten Sie die Krankenversicherung für Hunde abschließen.
Viele Hunderassen sind anfällig für spezifische Erkrankungen und benötigen eine umfassende medizinische Versorgung. Besonders bei chronischen Erkrankungen kostet die tierärztliche Behandlung unter Umständen horrende Summen. Besonders bei Verletzungen oder wenn der Hund operiert werden muss, können immense Summen entstehen.
Je nach Versicherungsabschluss werden diese Kosten gänzlich oder zur Hälfte übernommen und stellen für den Besitzer des Hundes kein finanzielles Risiko dar.

Worauf Sie beim Abschluss einer Krankenversicherung für Hunde achten sollten

Viele Versicherer haben längst einen Versicherungstarif für Hunde in Ihrem Programm aufgenommen. Für den Tierhalter kann das Angebot oft übersichtlich erscheinen. Daher sollten Sie vor dem Abschluss einer Hundekrankenversicherung genau auf die Konditionen achten.

Wartezeit

In der Regel greift die Versicherung nach der Antragstellung und der ersten Zahlung des monatlichen Beitrages. Jedoch werden die Kosten für die tierärztliche Behandlung bei einigen Versicherern erst nach einiger Wartezeit gezahlt.

Freie Tierarztwahl

Achten Sie unbedingt auf eine freie Tierarztwahl beim Abschluss einer Hundekrankenversicherung. Einige Versicherungen arbeiten mit Tierärzten zusammen und möchten daher, dass die Hunde diesen Medizinern vorgeführt werden. Achten Sie deshalb auf die Klausel zur freien Arztwahl bei der Wahl der Versicherung.

Gesamtversicherung oder OP Versicherung?

Möchten Sie eine allumfassende Versicherung für den geliebten Vierbeiner oder nur eine Versicherung, die Kosten für Operationen übernimmt?
Die allgemeine Gesamtversicherung übernimmt alle Kosten, die bei der medizinischen Versorgung des Tieres anfallen, auch bei Operationen.
Eine OP Versicherung ist zwar etwas günstiger, hier werden allerdings nur die Kosten rund um die Operation des Hundes gezahlt.

Was wird gezahlt?

Welche medizinischen Maßnahmen gezahlt werden unterscheidet sich auch von Versicherung zu Versicherung. Achten Sie daher auf das Angebot. Welche medizinischen Versorgungen werden tatsächlich unternommen? Zahlt die Versicherung auch alternative und homöopathische Medikamente? Zahlt die Versicherung auch präventive Maßnahmen und Zahnmedizinische Behandlungen des Tieres?

Die Höchstgrenze beachten

Manche Versicherungen zahlen je nach Tarif nur einen bestimmten Anteil an der Behandlung Ihres Hundes. Alles was über diesen Höchstsatz hinausgeht, muss vom Besitzer des Tieres selbst gezahlt werden. In der Regel können Sie zwischen den Tarifen wählen und einen niedrigen Beitragssatz mit höherem Eigenanteil oder einem höheren monatlichen Betrag mit größerer Höchstgrenze wählen.

Preise vergleich

Die Kosten für die Hundekrankenversicherung richtet sich nach Ihren Angaben. Dies hat den Vorteil, dass der Versicherungsschutz genau auf die Bedürfnisse Ihres Tieres abgestimmt werden können. Dennoch lohnt es sich, die Tarife bei den unterschiedlichen Versicherern ausgiebig zu studieren.
Übrigens können Sie auch einen älteren Hund mit Erkrankungen versichern. Zwar zahlen Sie hier oft einen höheren Monatsbeitrag, dieser rentiert sich aber oft, da der Seniorhund häufig eine häufige medizinische Versorgung benötigt.

Ist der Hund ein Wolf?

Ist der Hund ein Wolf?

Als ich vor kurzem darüber nachdachte, unseren Leonbergern ihr Hundefutter in erhöht positionierten Näpfen mit Hilfe einer Futterbar anzubieten, wurde ich dafür von einer Bekannten milde belächelt und darüber aufgeklärt, dass schließlich ein bekannter Fernsehhundeprofi auf die Tatsache hinwies, dass kein Wolf seine Beute erst auf ein Podest trägt, bevor er sie frisst und es demzufolge auch nicht in der Natur des Hunds liegt, seine Nahrung aus erhöhter Position zu sich zu nehmen. Ebenso abwägig sei es dem Hund ein ein Hundebett für die Bequemlichkeit zu kaufen.

Besagter Hundeprofi erklärte aber auch, dass der Wolf keine pünktlichen Fütterungszeiten kennt, weil er dann frisst, wenn die Jagd erfolgreich war und sich demzufolge „auf Vorrat ernährt“ und es darum auch nicht nötig wäre, den Hund zweimal täglich pünktlich zu füttern. Ich möchte aber behaupten, dass es der Gesundheit unserer Hunde nicht zuträglich wäre, wenn ich unserem Müsli und unserer Bommeline alle drei Tage ein halbes Rind zum Verzehr anbieten würde, denn abgesehen davon, dass Müsli damit vermutlich nicht einmal etwas anfangen könnte, weil er seine Futterkroketten jedem ungebratenen Kalbsschnitzel vorzieht und lieber an Möhren knabbert, als an den Gebeinen toter Tiere, kann ich mich des Gefühls nicht erwehren, dass der Wolf-Hund-Vergleich hinkt.

Natürlich stammt der Hund vom Wolf ab und auch das Exterieur, respektive der Aufbau des Körpers und die Körpersprache sind sich nach wie vor weitestgehend sehr ähnlich, auch wenn natürlich ein Mops weniger an einen Wolf erinnern mag, als beispielsweise ein Husky, der mit dem Wolf auch noch die meisten Grundinstinkte teilt, während die meisten anderen Hunderassen sich auf mehr oder minder vier Grundinstinkte beschränken, welche sie mit ihrem Urahn Wolf noch gemeinsam haben:

  • Sozialer Rudelinstinkt
  • Jagdinstinkt
  • Sexualinstinkt
  • Territorialinstinkt

Weil jedoch die Körperform die Körpersprache beeinflusst, ist diese Ausdrucksform beim Hund durch die züchterischen Veränderungen seines Aussehens, wie Langhaarigkeit, kürzere Ruten, verkürzte Schnauzen, Farbveränderungen und Schlappohren eingeschränkt, denn es entstehen hierdurch mimische Defizite. Statt dessen orientierte sich der domestizierte Haushund immer mehr am Menschen, der sich vor allem durch akustische Kommunikation verständigt. Dazu kommt, dass es beim Hund – im Gegensatz zum Wolf, keine natürliche Selektion gibt, was bedeutet, dass die Evolutionsregel vom „Survival of the fittest“, nach der sich bei Wildtieren nur der stärkste und gesündeste Artenvertreter fortpflanzt und vererbt, nicht mehr eingehalten wird.

Der Magen-Darmtrakt eines Wolfes mag also durchaus in der Lage sein, auf ein unregelmäßiges Futterangebot ohne Verdauungsprobleme zu reagieren, weil sein Organismus sich über die Jahrhunderte so entwickelte, dass es sich den – in seinem natürlichen Lebensraum vorgegebenen – Möglichkeiten zur Ernährung anpasste und sich nur die Tiere weitervererbten, die unter diesen Umständen zu überleben in der Lage waren. Bei den Haushunden, die sich jedoch teils durch gezielte Zucht und Selektion nach bestimmten rassetypischen Merkmalen und auch teils ungeplant vermehrten, fällt jedoch dieses natürliche Ausleseverfahren praktisch weg. Dass sich also auch Hunde vermehren und damit ihre genetischen Probleme weitervererben können, welche – wenn sie als Wolf geboren worden wären – vermutlich keine hohe Lebenserwartung gehabt hätten und als rangniedrige Tiere keine Nachkommen hätten zeugen dürfen, unterscheidet den Hund vom Wolf.

Ein Wolf mit gesundheitlichen Einschränkungen ist nicht in der Lage zu überleben und wird sich auch nicht weitervererben, womit auch die Population gesund gehalten wird – ein Hund mit gesundheitlichen Einschränkungen erhält eine spezielle Diätnahrung oder Medikamente, mit denen er kaum oder gar nicht mehr von den gesundheitlichen Mankos in seinen Körperfunktionen eingeschränkt wird und damit kann er nicht nur alt werden, sondern sich auch fortpflanzen und seine Anlagen zu gesundheitlichen, aber auch zu charakterlichen Mängeln weitervererben.

Mir geht es an dieser Stelle gar nicht darum, nun den VDH oder die Züchter an den Pranger zu stellen, welche mit ihrer Zucht nach einem Zuchtziel-Ideal streben, bei dem oft die Ausprägung der Rassemerkmale höher bewertet wird, als die Zuchttauglichkeit im Bezug auf gesundheitliche Risiken oder die Langlebigkeit. Gewiss ist das HD oder ED-Röntgen inzwischen bei vielen Rassehundeverbänden zur Pflicht geworden und auch rassetypische Krankheiten, wie beim Leonberger das LPN1-Problem (vererbte Polyneuropathie beim Leonberger) finden in den Zuchtgedanken immer mehr Berücksichtigung. So gibt es inzwischen einen Gentest für die vererbte Polyneuropathie beim Leonberger, um der Verbreitung dieser neurologischen Erkrankung vorzubeugen, bei welcher betroffene Hunde unter zunehmender Belastungsintoleranz leiden und typische Auffälligkeiten im Gang entwickeln, von welchen besonders die Hintergliedmassen betroffen sind. Die Polyneuropathie beim Leonberger kann darüber hinaus einhergehen mit Atemproblemen, sowie verändertem Bellen und kann so weit fortschreiten, dass der Hund nicht mehr selbständig stehen kann. Trotzdem ist ein LPN1-negativer Gentest keine Voraussetzung, um einen Hund in der Zucht einzusetzen und es bleibt nach wie vor der Verantwortung des einzelnen Züchters überlassen, ob er mit einem solchen Hund züchtet.

Doch wie bereits erwähnt, geht es mir an dieser Stelle nicht um dieses sicherlich sehr brisante Thema, sondern darum, dass wir als Mensch den Hund von seinem Urahn Wolf „wegformten“ und für mich darum der Vergleich hinkt, dass ein Wolf keinen erhöhten Fressplatz und keine regelmäßigen Mahlzeiten braucht und folglich der Hund, der ja vom Wolf abstammt, diese Bedürfnisse auch nicht haben kann. Schließlich bekommt der wildlebende Wolf auch keine Medikamente oder tierärztliche Behandlungen, um gesund zu bleiben, denn wenn er sich verletzt, dann muss die Wunde entweder von selbst heilen oder sie ist so schwer, dass das Tier daran stirbt … wer aber würde seinen verletzten Hund sich selbst überlassen, nur weil er vom Wolf abstammt, dessen Wunde vielleicht auch ohne die Hilfe eines Veterinärs wieder heilen kann?

Nur weil der Wolf bestimmte Möglichkeiten, die sein Wohlbefinden erhöhen könnten, nicht in seinem natürlichen Lebensraum findet, bedeutet es nicht, dass er nicht davon profitieren könnte und nur weil der Hund vom Wolf abstammt, muss das nicht heißen, dass man als Mensch und Hundebesitzer diese Erkenntnisse und Entwicklungen ignoriert, die dem Wohlbefinden des Hundes zuträglich sein können. Schließlich fühlen wir uns gerade im Winter in warmer Kleidung auch wohler, respektive würden rasch krank werden, wenn wir und bei Minustemperaturen fast unbekleidet draußen aufhalten und ziehen es vor, in einem Haus zu wohnen, statt uns in einer Höhle vor Sonne, Sturm, Regen oder Schnee zu verkriechen, obwohl unsere Vorfahren, die Neandertaler, unter diesen Lebensbedingungen durchaus existieren konnten. Aber wir haben uns über die Jahrtausende der Evolutionsgeschichte weiterentwickelt und uns der Zivilisation und ihren Annehmlichkeit angepasst und genauso wurden auch die Hunde über Jahrhunderte von ihrem „Ursprung Wolf“ weggezüchtet und damit auch anfälliger für Krankheiten. Natürlich trägt der domestizierte Haushund trotzdem noch zumindest die bereits erwähnten vier der eigentlich 16 Grundinstinkte des Wolfes mehr oder minder tief in sich drin, aber mit dem in freier Natur wild lebenden Wolf unser domestizierter Haushund etwa gleich viel gemeinsam wie wir mit den Naturvölkern in den Regenwäldern Südamerikas oder in den Wüsten Zentralafrikas! Viele Gene mögen noch die gleichen sein. Aber durch die Sozialisierung in unserer Gesellschaft wurde der Hund unseren Bedürfnissen entsprechend züchterisch geformt, so dass er kein Wolf mehr ist! Insofern haben sich auch seine Bedürfnisse an die Möglichkeiten angepasst, die wir ihm bieten, denn dem Hund fehlen nicht nur die meisten Grundinstinkte des Wolfes, sondern auch dessen Robustheit und dessen gute gesundheitliche Basis, durch die es auch überflüssig wäre, den Wolf in seiner Gesunderhaltung nicht durch Spezialnahrung zu unterstützen, weil er kein Diätfutter braucht, um nicht krank zu werden … aber mancher Hund braucht es, auch wenn er ursprünglich vom Wolf abstammt.

Allein die Tatsache, dass Wölfe lediglich jahreszeitlichen Temperaturunterschieden ausgesetzt sind, die sich so langsam vollziehen, dass sich die Tiere ihnen durch einen Fellwechsel anpassen können, während Hunde im Winter mehrmals täglich starken Temperaturschwankungen ausgesetzt werden, wenn sie in der beheizten Wohnung leben und beim „Gassi gehen“ mit Minustemperaturen konfrontiert werden, sollte deutlich machen, dass es nicht nur „lächerlich“ ist, wenn immunschwächeren oder extrem kurzhaarigen Hunden ein „Mäntelchen“ angezogen wird, sondern dass eine solche prophylaktische Maßnahme einen solchen Hund vor einer Erkältung schützen kann.

Nicht zu vergessen ist auch die Umweltbelastung, durch welche die Allergieneigung der Hunde stetig ansteigt – nun quasi zu sagen: „Der Hund stammt vom Wolf ab und Wölfe bekommen auch kein hochwertiges getreidefreies Hundefutter, also muss auch mein Hund das abkönnen, normal weitergefüttert zu werden!“, wäre meiner Meinung nach unverantwortlich dem Hund gegenüber, denn schließlich verpflichten wir uns doch damit, dass wir einen Hund zu uns nehmen auch dazu, alles zu tun, was in unserer Möglichkeit steht, damit sein Wohlbefinden gesichert ist.

Gewiss ist es nicht zu begrüßen, wenn man den Hund zum Luxusgeschöpf hochstilisiert, das weit weg von einer artgerechten Hundehaltung „krankverwöhnt“ wird. Doch mir geht es nicht darum, dafür zu werben, den Hund in Kostüme zu stecken oder ihm gar die Haare zu färben, denn es gibt für mich einen Unterschied zwischen den Möglichkeiten, dem Hund wirklich etwas Gutes zu tun, das seinem Wohlbefinden dient und fasch verstandener Tierliebe, die in maßloser Übertreibung gipfelt, mit der Hunde unter dem Verwöhnen durch ihre Besitzer leiden müssen.

Bei allem, was man für den Hund tut, sollte immer im Vordergrund stehen, dass es zu seinem Wohl geschieht und nicht nur die Eitelkeit des Menschen befriedigt, der sich mit diesem Hund schmückt, denn der Hund sollte noch Hund sein dürfen … oder wie es Robert Lembke formulierte: „Der Hund möchte keine Flöhe haben, aber das Recht zugesprochen bekommen, welche zu kriegen zu dürfen“.

Fazit

Mein Fazit ist also, dass die Bedürfnisse des domestizierten Haushundes mit denen des Wolfes nicht mehr vergleichbar sind, denn der Wolf ist für sein Wohlbefinden selbst verantwortlich, aber für unseren Hund tragen wir die Verantwortung dafür, dass es ihm gut geht und was immer sein Wohlbefinden unterstützt und dem Hund nicht schadet, sollte möglichst nicht versäumt werden.

Bildnachweis: Laures / Bigstock.com

Wenn Hund und Katze zusammenleben

Wenn Hund und Katze zusammenleben

Als wir vor drei Jahren unseren Leonbergerrüden „Müsli“ zu uns nahmen, war er schon fast 3 Jahre alt und kannte noch keine Katzen. Insofern war mir schon etwas mulmig zumute, als Müsli uns mit seinen Züchtern besuchte, denn zuvor hatten wir die Vereinbarung mit ihnen getroffen, dass nicht wir den Hund abholen, sondern sie ihn zu uns begleiten und falls es mit den Katzen und unserer Schäferhündin gar nicht klappen sollte, sie ihn auch wieder mitnehmen.

Nun habe ich ja den Ausgang der Geschichte schon vorweg genommen, denn wäre Müsli nicht so ein freundlicher Hundejunge, der zu den Katzen höflich und zurückhaltend war und sich Anka devot unterwarf, wäre er ja nicht bei uns geblieben und ich könnte jetzt nicht von ihm und seinem Verhältnis zu unseren Katzen erzählen. Doch auch wenn es keine Integrationsprobleme gab, ist es nicht selbstverständlich, dass Hunde und Katzen sich auf Anhieb gut verstehen – im Gegenteil, die Redewendung „die sind wie Hund und Katz“, wenn zwei sich gar nicht vertragen, findet ihren Ursprung in der Fehde von Hunden und Katzen, die auf der einen Seite schon blutige Hundenasen forderte und auf der anderen leider auch schon das eine oder andere Katzenleben. Aus diesem Grund wird auch vielfach behauptet, dass Hunde und Katzen nur gute Freunde werden können, wenn sie miteinander aufwachsen.

Doch warum sind Hunde und Katzen nicht immer die besten Freunde?

Dass sich Hund und Katze nicht verstehen, ist in dem Fall wirklich wörtlich zu nehmen, denn tatsächlich sprechen beide nicht die gleiche Sprache und haben darum ein echtes Verständigungsproblem, das damit beginnt, dass der Hund, der sich freut, mit der Rute wedelt. Diese freundliche Begrüßung missversteht jedoch die Katze, die noch keine Erfahrung mit Hunden hat, denn in ihrer Katzensprache bedeutet ein sich hin und her bewegender Schwanz eine aggressive Drohung, die direkt vor dem Angriff steht. Auch das spielerische Heben der Hundepfote übersetzt die Katze als Schlag nach der Beute und wenn sie dann noch flieht, ist die Hatz eröffnet – für die Katze ist es die Flucht vor dem Feind und eine lebensrettende Maßnahme – für den Hund ist es ein großer Spaß, bei dem man aber trotzdem nicht unbedingt immer sicher sein kann, dass „der nur spielen will“, denn vor allem Jagdhunde haben einen sehr ausgeprägten Hetztrieb und wird ihr Jagdinstinkt durch die flüchtende Katze geweckt, möchte man der Samtpfote nur noch wünschen, dass sie es rechtzeitig schafft, in die sichere Höhe eines Baumwipfels klettern zu können, wo der Hund sie nicht weiter verfolgen kann.

Sicher könnte sich eine Katze mit ihren scharfen Krallen auch wehren, denn wenn die empfindliche Hundenase oder gar die Augen zum Zielobjekt der Katzenpfoten werden, kann das für den Hund mit ernsthaften Verletzungen verbunden sein, aber in der Regel verhalten sich Katzen eher abwartend, versuchen den Hund mit Fauchen und einem „Katzenbuckel“, sowie gesträubten Fell und Schwanz zu beeindrucken, während der Hund wie vom Bogen geschossen auf die Katze zurennt, sie vielleicht sogar überrennt und damit die Fluchtdistanz bereits schlagartig unterschritten wird, innerhalb der die Katze eine Chance gehabt hätte, wegzulaufen. Der Katze bleibt nur noch der Angriff. Dabei kommt der Katze die kürzere Reaktionszeit zu Gute, mit der sie bereits zur Attacke bläst, bevor der Hund seinen Angriff überhaupt entwickeln konnte. Eine einmal siegreiche Katze kann durchaus ein ernstzunehmender Gegner für einen kleineren Hund werden. Leider wird aber auch ein einmal von einer Katze attackierter Hund seine Feindseligkeit nur schwer wieder ablegen und so kann es auch nur zu einem Missverständnis führen, wenn ein besonders vertrauensseliges Kätzchen ihren Kopf schnurrend am Hundefell reibt, um den ersten Schritt für eine Freundschaft zu legen, während der Hund das Geräusch, dass die Katze von sich gibt, keinesfalls als Zeichen von deren Wohlbefinden deutet, sondern in ihm eher ein Knurren erkennt, was in der Hundesprache ein Signal deutlicher Warnung und Drohung ist.

Insofern war es natürlich ein Risiko, einen erwachsenen, mit Katzen bislang nicht vertrauten Hund zu uns zu holen, aber zumindest konnten wir sicher sein, dass wenigstens die Katzen die Hundesprache verstehen, denn unsere neun Samtpfoten sind bei uns geboren worden und darum auch mit Hundegesellschaft aufgewachsen. Wobei genau das auch eine hohe Gefahr für das Leben und die Unversehrtheit der Katzen bergen kann, denn die vertrauensvolle Katze, die im Hund keinen Feind, sondern einen Freund sieht, unterscheidet in der Regel nicht zwischen Hunden, welche Katzen als Freunde sehen und Hunden, die Katzen „zum Fressen gern haben“. Diese leidvolle Erfahrung mussten wir und zwei unserer damals vier Monate alten Kitten machen, denn der Dackel einer Bekannten, die uns besuchte, biss beide Kätzchen, die freundlich auf den Hund zugingen, in Sekundenschnelle tot … bis wir begriffen hatten, was geschieht, konnten wir den Katzen schon nicht mehr helfen.

Auf weitere dieser traurigen Erlebnisse wollten wir also unbedingt verzichten und hatten darum auch den Vorschlag von Müslis Züchter erleichtert angenommen, denn wer gibt schon gerne einen Hund zurück, wenn er eigentlich schon zum Teil der Familie geworden war? Hätte ich mich aber von Müsli nach seinem Besuch bei uns verabschieden müssen, weil er den Katzen nicht wohlgesonnen gewesen wäre, dann wäre er als Gast gekommen und als Gast wieder gegangen … natürlich wären wir trotzdem traurig gewesen, denn wir hatten Müsli ja drei Tage zuvor in seinem Zuhause besucht und uns dort in ihn verliebt, aber wohler war uns allen wohl bei dem Gedanken, dass wenn es nicht klappt, ihn bei uns zu integrieren, uns eine Trennung erspart bleibt und dem Hund ein kurzes Intermezzo bei uns, das den Abschiedsschmerz, mit dem er dafür konfrontiert worden wäre, nicht gerechtfertigt hätte.

Das besonders Positive war aber, dass Müsli bislang auch nie schlechte Erfahrungen mit Katzen sammeln musste und die Katzen auch recht unbedarft auf Hunde zugehen, weil sie ja nichts Böses von ihnen erwarten. So staunte er zwar, als die Samtpfoten ihn „umzingelten“, aber er benahm sich wie sich ein honetter Gast seinen Gastgebern gegenüber benimmt, denn er nahm das Katzenvolk zur Kenntnis, aber fand Anka, unsere Schäferhündin doch erst einmal interessanter und auch wenn die sich nicht sehr gastfreundlich ihm gegenüber benahm, trug er es mit der stoischen Gelassenheit, die ihm eigen ist, was bedeutet: Er unterwarf sich ihr und akzeptierte sie als Chefin. Damit war klar: Er darf bleiben!

Inzwischen wissen wir auch, dass Müsli trotz seiner Größe und Masse im Umgang mit den Katzen sehr achtsam und gleichzeitig auch respektvoll ist. Die Katzen lieben ihn dafür auch und suchen seine Nähe … obwohl einem schon Angst werden könnte, wenn man zuschaut, wie er mit ihnen kuschelt. Natürlich ist es besonders wichtig, dass sowohl die Hunde, als auch die Katzen gesund gehalten werden, denn nicht nur Parasiten wie Flöhe und Bandwürmer fühlen sich bei beiden Arten von Wirtstieren wohl, auch Krankheiten, wie durch Salmonellen ausgelöste Durchfälle oder Dermatosen können von der Katze auf den Hund oder vom Hund auf die Katze übertragen werden.

Welchen Rat kann man geben, wenn man bereits einen Hund hat und zusätzlich eine Katze aufnehmen möchte?

Nun bleibt die Frage zu beantworten, welchen Rat man jemandem geben kann, der bereits einen Hund hat und auch einer Katze ein Zuhause geben möchte. Grundsätzlich würde ich bei einem Hund, der Katzen mit Aggression begegnet oder schon schlechte Erfahrungen machte, wohl keine Experimente machen, die zum Schaden der Katze werden könnten. Andererseits ist es oft zu beobachten, dass Hunde der „eigenen Katze“ ganz anders begegnen, als fremden Katzen, die er außerhalb des eigenen Grundstücks trifft. Trotzdem muss natürlich der Einzug der Katze gut überlegt sein, denn für ein Tier ist es auch immer ein schmerzlicher Abschied, wenn es aufgrund unüberwindbarer Differenzen mit bereits vorhandenen Haustieren wieder abgegeben werden muss.

Mit Anka holten wir uns im Jahr 2005 schon einmal eine bereits vierjährige Hündin, von deren Vorleben wir so gut wie nichts wussten, in die Familie und fürchteten in den ersten Tagen, dass wir sie nicht behalten können, weil sie die Katzen auf die Bäume jagte, wann immer sie ihr begegneten. Mein Mann riet mir schon, das Katzenfutter in die Äste zu hängen, weil die Samtpfoten vermutlich nicht mehr aus den Baumwipfeln kämen, solange dieser Hund bei uns wohnt, aber Anka war keinesfalls aggressiv den Katzen gegenüber … vielmehr hatte ich das Gefühl, dass sie die Katzen „aufräumt“, wie das eben die Aufgabe eines Schäferhundes ist – nämlich dafür zu sorgen, dass keiner verloren geht, sondern jeder seinen Platz einnimmt und dort bleibt. Anka wurde trotzdem zuerst einmal an der Leine vor die Tür gelassen und bald hörte sie auch auf, hinter den Katzen herzurennen. Sie zu „hüten“ gab sie zwar nie ganz auf, denn sie trug oft die Kitten wieder ins Haus, wenn die sich gerade draußen aufhielten, aber sie ließ die Samtpfoten sogar aus ihrem Futternapf fressen … wobei sie sich revanchierte und sich auch am Katzenfutter bediente.

Am leichtesten ist es natürlich, wenn beide Tiere noch jung sind und bislang keine schlechte Erfahrungen mit der anderen Art machten. Unsere Leonbergerhündin Bommeline zog im Alter von zehn Wochen bei uns ein und noch heute regieren die Katzen über sie, denn sie verschafften sich gegenüber dem frechen Welpen gleich einmal Respekt, als die Hündin noch klein genug war, um sich von einer fauchenden und kratzenden Katze beeindrucken zu lassen.

Selbst als die Bommeline fünf Monate alt war und den Samtpfoten eigentlich an Masse und Größe deutlich überlegen, begegnete sie ihnen noch mit großem Respekt. Schließlich hat auch der kleinste Stubentiger schon scharfe Krallen, aber von hinten schienen ihr die Katzen doch nicht ganz so suspekt zu sei. Seit die Bommeline aber die Körpersprache der Katzen versteht und feststellte, dass die Unterschiede keinesfalls unüberwindbar sind, pflegt auch sie ein freundschaftliches Verhältnis zu den Samtpfoten.

Den größten Unterschied zwischen Hund und Katze formulierte aber der Schriftsteller Kurt Tucholsky, als er feststellte:

Hunde haben Herrchen, Katzen haben Personal.

Bildnachweis: jackryan89 / Bigstock.com

Hunde als Weihnachtsgeschenk?

Hunde als Weihnachtsgeschenk?

Auch wenn das Thema schon recht ausgetreten wirkt, möchte ich es doch gerade darum wieder aufgreifen, weil jedes Jahr aufs Neue aktuell wird … dann nämlich, wenn Tiere unterm Tannenbaum landen.

„Was ist so schlimm daran“, mag sich so manche einer denken, „einen Hund zu verschenken?“ Grundsätzlich ist das nicht verwerflich, wenn man kein Tier als Überraschung an jemanden zu verschenken plant, der vielleicht gar kein Haustier möchte. Ähnlich schwierig kann es werden, wenn Eltern ihren Kindern den sehnlichen Wunsch nach einem Haustier erfüllen wollen und dabei nicht bedenken, dass es sich nicht um ein Spielzeug handelt, das keine Ansprüche stellt, sondern um ein Lebewesen, für das man für die Dauer seines Lebens die Verantwortung übernimmt und ihr – unabhängig von eigenen Befindlichkeiten – gerecht werden muss.

Grundsätzlich bleibt aber die Frage zu beantworten, ob es nicht grundsätzlich einen besseren Zeitpunkt geben könnte, um einem Hund oder einem anderen Haustier ein neues Zuhause zu geben, als ein Fest, an dem eigentlich kaum jemand Zeit hat, sich mit dem Tier zu beschäftigen. Aus der Sicht eines Welpen betrachtet, wird er aus dem Verband seiner Mutter und seiner Geschwister gerissen, die ihm Sicherheit gaben und wird darüber hinaus vielleicht noch mit einer albernen Schleife versehen, die reizvoll genug ist, die Milchzähne daran auszuprobieren, unter einen Baum gesetzt, unter dem man aber kein Pipi machen darf, obwohl bislang beim Züchter erlaubt war, unter Bäume zu pieschern. Meist ist Weihnachten das Fest der Familie, die sich zusammenfindet und so sind nicht nur die Zweibeiner vor Ort, die zum neuen Rudel des jungen Hundes werden sollen, sondern auch Menschen, die dem Welpen genauso fremd sind, aber die nach ihm greifen, ihn aufheben und herumreichen oder ihn gar noch mit fettem Gänsebraten füttern, obwohl er bis auf sein Welpenfutter noch keine andere Nahrung kennen lernte, respektive man ihm Weihnachtsgebäck anbietet, das Zucker enthält und Rosinen, was beides für einen Hund höchst ungesund ist.

Alles in allem ist das nicht die Atmosphäre und es sind auch nicht die Umstände, die es dem Hund leicht machen, sich nicht fremd und unsicher oder gar unwohl zu fühlen, wenn er sich an den Lebkuchen den Magen verdorben hat. Leider ist auch der erste Feiertag oft der Tag, an dem man mit der Familie Essen geht … wohin dann mit dem Hund? Einen „undichten Welpen in einer Wohnung alleine lassen, wo ihm so viele Möglichkeiten geboten werden, sich auf eine Art und Weise die Langeweile zu vertreiben, die nicht im Sinn seiner Menschen sein wird, ist nicht empfehlenswert. Sinnvoll ist es vielmehr, den Welpen zu sich zu nehmen, wenn man sich mindestens eine Woche ungestört Zeit nehmen kann, in der man zuhause ist.

Es spricht auch nichts dagegen, den Hund auch mal einen kurzen Augenblick allein zu lassen, denn der kleine Hund soll ja auch lernen, dass die Menschen ihn nicht für immer verlassen, wenn sie die Tür hinter sich schließen, sondern stets wieder zu ihm zurückkommen und es darum auch keinen Grund zum Weltschmerz oder zur Verzweiflung gibt. Allerdings sollte man den Welpen, der nun gerade seine Familie verlassen musste, nicht gleich mir vollkommener und länger andauernden Einsamkeit konfrontieren. Wenige Minuten, die man vielleicht sogar vor der Tür verbringt um zu lauschen, ob das Hundebaby winselt, genügen für den Anfang … wobei sogar davon auszugehen ist, dass der Welpe diesen Augenblick sogar verschlafen wird, denn außer dass acht bis 10 Wochen alte Hunde sich den rosaroten und unbehaarten Kinderbauch voll schlagen, um dann das Endprodukt der Verstoffwechselung der Nahrung wieder loszuwerden, ist ihre Aktivität noch recht gering und das ist auch richtig und wichtig so, denn der Bewegungsapparat des noch sehr jungen Hundes befindet sich in der Phase des größten Wachstums. Das bedeutet, dass das Hundebaby sich beim Spiel rasch überanstrengt, wenn man ihn ständig motiviert, was dann in der Folge zu Gelenksentzündungen führen kann, welche sich in Lahmheiten äußern. Man kann sich also gut vorstellen, dass wenn die Kinder mit ihrem Weihnachtsgeschenk spielen wollen, sie den Hund rasch überfordern und die ersten Tierarztkosten dann bereits nach den Feiertagen anfallen können.

Ein Gedanke, den ich persönlich als überhaupt den Wichtigsten empfinde – wobei das meine subjektive Meinung ist – ist der, dass der Hund zum Menschen passen soll, an dessen Seite er von nun an ein ganzes Hundeleben verbringen wird – da sollte die Chemie stimmen. Würde man mir einen Hund schenken, wäre das vielleicht gut gemeint, weil ich Hunde liebe und mir ein Leben ohne mindestens eines dieser Fellherzen an meiner Seite zu wissen, gar nicht vorstellen möchte, aber meine Hunde sollen die Chance haben mich zu finden, sich mich auszusuchen … nicht umsonst gibt es Leute die behaupten, dass sich Hund und Mensch, je länger sie zusammen sind, sich immer ähnlicher werden. Tatsächlich finde ich, wenn ich Menschen und ihre Hunde beobachte, dass es ein bestimmter Typus Mensch ist, der sich für einen Schäferhund entscheidet und dieser Mensch würde vielleicht mit einem Leonberger kreuzunglücklich, weil man „zur Gelassenheit (gut, manche nennen es auch Sturheit) des Leonbergers hinreifen muss“. Wer nicht nachsichtig lächeln kann, wenn der Hund die dritte Aufforderung herzukommen ignoriert, und den Befehl eher als Einladung versteht, auf die er bei Gelegenheit gerne zurückkommen wird, der sollte sich besser für den Schäferhund entscheiden. Wobei ich zugebe, dass ich viele Jahre lang nur Schäferhunde hatte und ich, als der erste „Leo“ einzog, sehr froh war, dass zumindest ein Hund gehorchte und nicht in die Richtung lief, in der ich nicht wartete.

Ich möchte aber nun wirklich weder für den Leonberger, noch für den Schäferhund Werbung machen, obwohl ich dabei kein schlechtes Gewissen hätte – aber beide Rassen sollen nur deshalb als Beispiel dienen, weil ich über sie aus meinem Fundus an Erfahrungen mit ihnen schöpfen darf und sie sollen verdeutlichen, dass nicht jeder sich über einen Collie freut, nur weil er als Kind so gerne „Lassie“ sah, denn spätestens bei der Fellpflege könnte das Bild vom perfekten Hund erste Risse bekommen.

… und was passiert dann? Leider sind es meist die Überraschungsgeschenke, die mit dem Beschenkten nicht abgesprochen wurden oder die Weihnachtsgeschenke, deren Niedlichkeit rasch verblasst, aber deren Ansprüche prozentual zur Abnahme der Niedlichkeit wachsen, die man im Sommer in den Tierheimen findet, weil man mit einem Hund nicht auf den Bahamas Urlaub machen kann und der Hund dann eben vorher „weg muss“. Wer sich das aber erst im Juni überlegt, der denkt sieben Monate zu spät darüber nach, denn ein Tier ist kein Weihnachtsgeschenk, das man umtauschen oder zurückgeben kann. Ein Tier hat eine verletzliche Seele und ein Herz, das so zerbrechlich ist, dass es lange braucht, um wieder zu heilen, wenn es erst einmal gebrochen wurde.

Weihnachten ist das Fest der Liebe … und das sollte für alle Geschöpfe gelten, auch für die, welche nicht entscheiden können, ob sie zum Weihnachtsgeschenk mit Rückgabeoption werden oder ob sie zu Menschen kommen dürfen, die sich vorher Gedanken machen, dass aus dem niedlichen Welpen vielleicht eines Tages ein Hund mit 70 Kilo und 80 Zentimetern Schulterhöhe werden kann und dass der jeden Monat Geld kosten wird, mehrmals am Tag ausgeführt werden muss und – gerade wenn es draußen taut und matscht, nicht mehr mit weißen Designermöbeln und chinesischen Seidenteppichen kompatibel ist.

Nicht zuletzt kann niemand garantieren, dass er seinen Hund dessen ganzes Leben lang begleiten können wird, denn manchmal gibt es Gründe, die eine Trennung unabdingbar machen, aber nur von Weihnachten bis Neujahr zu planen und zu denken, um das spannendste Geschenk unter den Christbaum legen zu können, ist grausam dem Tier gegenüber, denn für uns ist es nur eine kurze Zeit unseres Lebens, die wir unseren Fellherzen schenken, wenn wir die Verantwortung für 12, vielleicht 15 Jahre oder sogar noch ein bisschen länger für sie übernehmen, bis ihre Zeit erreicht ist – für den Hund ist es alles, was er hat … es ist sein ganzes Leben, das er seinem Menschen schenkt.

Bildquelle: Nyul / Bigstock.com

Hund aus dem Tierheim

Hund aus dem Tierheim

Im Jahr 1990 zog ich mit meinem damaligen Freund und heutigen Ehemann in unsere erste gemeinsame Wohnung und für uns war auch sofort klar, dass wir einen Hund zu uns nehmen würden, denn wir waren ja beide mit Hunden aufgewachsen.

Wir waren uns auch sicher: Es soll auf jeden Fall ein Welpe sein, aber der Entscheid ob Rassehund oder Mischling führte zu weitreichenden Diskussionen. Mir schwebte natürlich schon damals ein Leonberger vor, aber in unserer Maisonettewohnung einen solch großen Hund zu halten, der dann mehrmals täglich so viele Treppen hätte steigen müssen, wäre auch nicht in meinem Sinn gewesen und so überzeugte mich mein Mann vor allem mit dem Argument, dass Rassehunde doch meist überzüchtet und damit krankheitsanfälliger sind als Mischlinge, von seinem Standpunkt, einem Rassemix den Vorzug zu geben. Damals gab es bei uns noch kein Internet und so kauften wir uns Zeitschriften und Zeitungen, in denen Welpen angeboten wurden, doch zu unserem Leidwesen gab es keine Angebote, die dem Profil unseres zukünftigen Familienmitgliedes entsprachen oder in erreichbarer Entfernung offeriert wurden, denn 300 Kilometer zu fahren, um einen Welpen auszusuchen und dann noch mal 300 Kilometer mit einem Hundebaby zurücklegen zu müssen, wenn wir es abholen, kam nicht in Frage und wir wollten auch einen „richtigen Hund“ haben, bei dem man sich nicht allzu tief bücken muss, um die Leine ins Halsband einzuhaken. Dazu kam, dass Micha sich als Kind einen Collie gewünscht hatte, und darum am liebsten einen langhaarigen „wuscheligen“ Hund wollte. (mehr …)

Hilfe, mein Kater markiert! Was kann ich tun?

Hilfe, mein Kater markiert! Was kann ich tun?

Wenn ihr auch einen Kater besitzt, kennt ihr sicherlich das Problem, wenn er beginnt für euch ohne unersichtlichen Grund in der Wohnung diverse Stellen zu markieren. Und zumeist kommt dies nicht nur lediglich einmal vor. Sondern immer mal wieder.

Hierfür kann es unterschiedliche Gründe geben.

Daher gibt es auch nicht DIE Lösung für das Problem. Dennoch kann einiges getan werden, um das Markieren zu reduzieren und im Bestfall sogar ganz zu verhindern.

Was kann getan werden, wenn der Kater markiert?

Zunächst sollte gesagt werden, dass körperliche Züchtigung niemals vorkommen sollte.

Eine Katze zu schlagen ist keine Lösung und führt sicherlich nicht zu einer Verbesserung der Situation. Im Gegenteil, wenn der Kater Angst hat und sich unterdrückt fühlt, kann es vorkommen, dass das Markieren sogar noch zunimmt!

Eine bessere Möglichkeit ist es zum Beispiel, die Markierstellen ganz einfach in Futterstellen umzuwandeln. Stellt hierfür einfach einen Napf mit etwas Trockenfutter an den diversen Stellen in der Wohnung auf.

Dann werden diese sozusagen psychologisch umbesetzt und der Kater wird sicherlich nicht dahin urinieren, wo sein Futter steht.

Eine weitere mögliche Maßnahme ist es, ein spezielles Spray zu verwenden, welches mit Pheromonen versetzt ist. Mit diesem sprüht ihr die unterschiedlichen Stellen in der Wohnung ein. Im Idealfall wird der Kater die markierten Stellen nun meiden und sie nicht mehr markieren.

Grundsätzlich solltet ihr, wenn ihr ihn beim Markieren erwischt, die Stelle anschließend sofort reinigen. Denn nur wenn der Geruch vollständig entfernt wurde, wird er die Stelle nicht so bald wieder markieren.

Denn wenn er seinen eigenen Urin noch riechen kann, wird er logischerweise auch schneller wieder an die Stelle erinnert.

Beim Tierarzt könnt ihr auch diverse Medikamente erwerben, die das Markieren verhindern. Dieser Schritt sollte jedoch nur vorgenommen werden, wenn alle anderen Maßnahmen nicht greifen.

Rückzugsorte schaffen

Ein Kater benötigt unbedingt Orte, an denen er sich entspannen kann und nicht gestört wird. Denn oft ist auch Stress ein Grund für das Markieren diverser Stellen im Haus oder in der Wohnung. Katzen schlafen einen großen Teil des Tages und daher solltet ihr eurem Kater auch einige Orte der Ruhe ermöglichen.

Ein Kater zeigt deutlich, wann er Kontakt zum Menschen sucht und eben auch, wann er lieber seine Ruhe will. Das sollte der Mensch akzeptieren und dem Kater seine Ruhephasen gönnen.

Wenn euer Kater markiert, findet ihr auch hier viele weitere wertvolle Tipps, wo ihr auch Fragen stellen könnt und Hilfe bekommt. Diese Seite habe ich speziell zu diesem Thema eingerichtet, da es mich selbst betroffen hat.

Das richtige Katzenfutter verwenden

Auch ein hochwertiges Katzenfutter kann einen positiven Einfluss auf den Kater haben. Wenn sich der Kater wohlfühlt, dann ist das Risiko geringer, dass er markiert. Insofern ist es ratsam ein Katzenfutter zu nutzen, welches einen hohen Fleischanteil hat!

So wird der Kater verwöhnt und fühlt sich wohler und es ist unwahrscheinlicher, dass er aus Frust in der Wohnung markiert.

Bildnachweis: PHOTOCREO Michal Bednarek / Bigstock.com

Hunde und Kinder in einem Haushalt

Hunde und Kinder in einem Haushalt

Als unsere Tochter geboren wurde, fanden wir, dass es eine besonders witzige Idee sei, eine Geburtsanzeige an all unsere Freunde, Bekannten, Arbeitskollegen und Verwandten zu schicken, auf der unsere damals einjährige Schäferhundmischlingshündin Eliza abgebildet war, unter deren Foto zu lesen stand: „Mein Rudel ist größer geworden …“ und im Innenbereich der Klappkarte folgte der Hinweis: „Mein Herrchen und mein Frauchen freuen sich mit mir über die Geburt ihrer Tochter Dominique“.

Wir fanden diese Idee witzig … aber diese Meinung teilten viele der von uns Angeschriebenen nicht so wirklich und monierten, dass es geschmacklos sei, den Hund in den Vordergrund einer Geburtsanzeige zu rücken, als sei das neugeborene Kind eine Nebensache. Manche fragten sogar: „Ist Euch der Hund wichtiger, als Eure Tochter?“

Unsere Hunde gehören zur Familie

Von der Seite hatten wir das natürlich nicht betrachtet, denn für uns gehörten unsere Hunde von je her zur Familie und wir waren eben ihre Rudelmitglieder, aber dass es natürlich auch Menschen gibt, für die ein Hund ein Haustier ist – nicht mehr, aber auch nicht weniger – und die mit Empörung reagierten, als an der sonst üblichen Stelle des Babyfotos ein Hundebild getreten war, welches das Foto des Säuglings ins Innere der Karte verbannte, mussten wir so akzeptieren.

Allerdings war das Thema damit nicht vom Tisch – zumindest nicht für diejenigen, die so gar nicht über unsere Karte lachen oder zumindest lächeln konnten, denn die schauten abermals entsetzt, als wir unserem „Lieschen“ nicht verboten, mit uns und dem Besuch das Kinderzimmer zu betreten und die Hündin sich neben uns am Rand der Wiege aufstellte. „Darf der Hund mit hier rein“, war die pikierte Frage und als wir erstaunt die Gegenfrage stellten: „Warum denn nicht?“ da kam unisono der Ausruf: „Wegen der Bakterien!“

Gefahr für das Kind oder den Hund?

Wir verkniffen es uns natürlich, uns den Scherz zu erlauben, nun unsererseits die Frage zu stellen, ob da denn wohl die Gefahr bestünde, dass das Kind den Hund mit Bakterien infiziert, denn die Nerven waren schon zu sehr strapaziert und wir wollten nicht, dass das Thema zum Streit eskaliert.

Allerdings gibt es aus heutiger Sicht gleich zwei Argumente dafür, dass wir nicht falsch gehandelt hatten, denn zum einen war Liza Zeit ihres 15 Jahre andauernden Hundelebens die Hüterin und Beschützerin unserer Tochter und eine duldsame Gouvernante, an deren langem Fell sich das Kind, als es laufen lernte, mehr als einmal in die Höhe zog und Halt suchte, um nicht die Balance zu verlieren.

Gewiss hätten wir Hund und Kind nie allein miteinander gelassen. Nicht weil wir Angst hätten haben müssen, dass die Hündin das Kind beißt, sondern damit wir eingreifen konnten, bevor unser Töchterlein dem Hund hätte Schmerzen zufügen können. Dominique lernte aber auch schnell den Respekt und die Achtsamkeit gegenüber allen Tieren und auch wenn ihr Verhältnis zu jedem „Wauwau“ sehr entspannt war und uns als Eltern oft fast das Herz stehen zu bleiben drohte, wenn sie spontan einen Schäferhund umarmte und entzückt „Eisa!“ rief, weil sie Liza (Eisa war auch das dritte Wort nach Mama und Papa) noch nicht sagen konnte, wurde sie nie von einem Hund gebissen – vielleicht weil sie keine Angst vor Hunden hatte.

Unsere Tochter war nie ernsthaft krank

Unser zweites Argument, dass uns gewissermaßen auch im Nachhinein noch Recht gab ist, dass unsere Tochter nie ernsthaft krank war, obwohl sie keine Hemmungen hatte, den Hund auch mal an ihrem Eis lecken oder von ihrem Brötchen abbeißen zu lassen.

Das hätte uns in den Augen unserer Verwandten und den Unkenrufern, die uns Pest, Skorbut und Cholera für unser Kind prophezeiten, weil der Hund im Kinderzimmer liegen durfte, vermutlich endgültig als Eltern entqualifiziert.

Ein bisschen schade ist es vielleicht, dass es erst jetzt neue Studien gibt, die wiederholt beweisen, dass Haustiere Kleinkinder nicht nur nicht krank machen, sondern sogar ihre Immunabwehr stärken, denn das wäre natürlich ein Triumph über die Orakler für mich gewesen, den ich mir nur ungern hätte nehmen lassen wollen. Ihnen „unter die Nase zu reiben“, dass Kinder, die in Haushalten mit mindestens einem Hund leben, weniger anfällig für Infektionen, Asthma und anderen Atemwegserkrankungen sind und auch Allergien aller Art und Entzündungen bei diesen Kindern seltener auftreten – diese Mitteilung, wissenschaftlich bestätigt und aus seriösen Quellen recherchiert zu präsentieren, wäre mein innerer Reichsparteitag gewesen.

Hunde für die Stärkung des Immunsystems?

Aber logisch betrachtet ist das auch nachvollziehbar, denn das quasi noch im Kontakt mit Bakterien „unerfahrene“ Immunsystem eines Kindes, das früh in Kontakt mit den verschiedensten Bakterien tritt, wird deutlich schneller und besser aktiviert und geschult – schließlich hat es auch ordentlich was zu tun, denn was nicht zu verleugnen ist (das streite auch ich nicht ab), ist die Tatsache, dass das Hundefell natürlich Raum für mancherlei Leben birgt. Ungeziefer können sich darin gut verstecken.

Trotzdem konnte in vergleichenden Studien festgestellt werden, dass sich vor allem der Kontakt mit Tieren während des ersten Lebensjahres sehr günstig auf das Immunsystem und somit auf die Gesundheit der Kinder auswirkt und dass Kinder umso widerstandsfähiger werden, je größer die Vielfalt der Bakterien, Viren und Pilze ist, denen sie in den ersten Lebensjahren ausgesetzt sind.

Bleibt nur die Frage zu klären, wann es den Golden Retriever bei der Geburt eines Kindes bereits präventiv auf Krankenschein gibt oder die Katze auf Rezept zur Vorbeugung vor grippalen Infekten.

Empfehlen könnte ich das wohl, denn wie ich schon schrieb: Kind und Hund blieben gesund und besonders das Kind beeindruckte durch besonders aktive Abwehrkräfte, denn es hatte weder im Kindergarten, noch in der Grundschule Fehltage. Und später waren sie auch eher dem Drücken vor einer Klassenarbeit geschuldet, für die nicht ausreichend gelernt worden war, als einer Infektion.

Hunde im Bett

Trotzdem gibt es natürlich Regeln zu beachten. Auch wir als „Hundemenschen“, die ihren Hunden auch gestatten am Fußende des Ehebettes zu schlafen – und bei unseren vierpfotigen Freunden handelt es sich um ausgewachsene Leonberger – beachten diese Regeln.

Da ist zum einen die regelmäßige Parasitenbekämpfung, zu der nicht nur das Spot-on gegen Flöhe zählt, sondern auch das Entwurmen.

Natürlich sollte man auch darauf achten, dass der Hund sich nicht im Sandkasten versäubert, aber er leckt sich unter umständen auch den Analbereich und dann können Wurmeier auf der Zunge sein und beim herzhaften „Hundekuss“ ins Gesicht des Kindes wandern.

Parasitenbekämpfung

Bei der Parasitenbekämpfung sollte man den Tierarzt darauf hinweisen, dass ein Kleinkind Zugang zum Hund hat und ein entsprechendes Präparat wählen, welches so wirkt, dass der Hund nur kurzfristig nicht angefasst werden sollte. Schließlich stecken Kleinkinder auch gerne ihre Hände in den Mund und weil es sich bei der Zusammensetzung von vielen Spot-on-Mitteln um den Einsatz von Nervengift handelt, wie beispielsweise um den Wirkstoff Imidacloprid, kann diese Art der Parasitenbekämpfung auch zum Risiko für Kleinkinder werden.

Eine Alternative ist der biologische Schutz gegen Lästlinge mit den natürlichen Substanzen Zitronella, Nelkenblütenöl und Margosa Extrakt, einem Biozidwirkstoff aus dem Samen des Neembaumes. Grundsätzlich ist es den Versuch wert, die Wirkung auszuprobieren, den Versuch mach bekanntlich klug, aber er birgt natürlich auch das Risiko, dass bei ausgeprägtem Parasitenbefall die „chemische Keule“ effizienter wirkt und sowohl den Hund, wie auch das Kind vor Milben, Zecken und Flöhen schützt, die im Übrigen auch als Überträger des Bandwurms bekannt sind. Wer ein Kombipräparat verwendet, das auch gegen Bandwürmer wirkt, kann in jedem Fall sicher sein, dass die Prophylaxe weitreichend ist.

Windeln nutzen bei Geburt des Kindes

Und nun noch ein Tipp, den wir erhielten und umsetzen, denn uns war ja daran gelegen, dass unser Rudel auch so groß bleibt: Mein Mann brachte vom Besuch aus dem Krankenhaus eine benutze Windel und einen benutzten Strampelanzug unserer Tochter mit und ließ unsere Hündin daran riechen. So kannte sie den Geruch des Kindes schon, als wir Dominique mit nach Hause brachten. Ich möchte auch fast behaupten, dass unsere Hündin Liza das Kind „adoptierte“, weil wir unsere Hündin nicht ausschlossen und sie durch das Baby nicht an Wichtigkeit für uns verlor und damit bestand auch kein Grund zur Eifersucht für sie.

Dafür musste ich schon bald darauf feststellen, dass unser freundlicher Familienhund niemanden den Kinderwagen anfassen ließ, denn als mir ein freundlicher junger Mann helfen wollte, das Gefährt in die Straßenbahn zu tragen, knurrte Liza ihn sehr nachdrücklich an und da war ich sicher, dass sie den „Menschenwelpen“ zur Not auch mit ihrem eigenen Leben beschützt hätte…

Insgesamt kann man sagen, dass Tiere fast immer eine Bereicherung für Kinder sind.

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